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Das ist leider nicht meiner... :(
 


1.0 Blattschnitt
2.0 Abmosen
3.0 Umtopfen
4.0 Überwintern
 4.1 - Variante 1
 4.2 - Variante 2
 4.3 - Variante 3
 4.4 - Variante 4
 4.5 - Variante 5
 4.6 - Variante 6
 4.7 - Variante 7
 4.8 - Variante 8
5.0 Erde/Substarte
6.0 Düngen

:: Bonsai Bäume ::


 
Blätter verschneiden (Blattschnitt)    ^  

Ziele:

- Durch einen Blattschnitt wird normalerweise eine Verkleinerung nachwachsender Blätter erreicht.
- Feinere Verästelung.
- Verminderung des Schocks beim Umpflanzen in der Vegetationsperiode


Geeignete Pflanzen:

- Fast alle sommer- und immergrünen Laubbäume mit großen Blättern.
- Gesunde und robuste Pflanzen


Ungeeignete Pflanzen:

- Nadelbäume, blühende und fruchttragende Laubbäume.
- Kranke und schwache Bäume.


Methode:

- Bester Zeitpunkt: Mitten in der Vegetationsperiode (Juni - Mitte August).
- Alle Blätter und Triebspitzen werden entfernt (entweder alle auf einmal oder zuerst 50 % und nach 14 Tagen der Rest).
- Pflanze bis zum vollständigen Neuaustrieb schattieren.
- Nicht Düngen bis zum Neuaustrieb.
- Wassergabe reduzieren.


Häufige Fehler:

- Blätter werden nicht vollständig entfernt (Baum treibt nicht neu aus).
- Triebspitzen werden nicht vollständig entfernt (Baum treibt nur an der Spitze).
- Blattschnitt bei schwachen Bäumen (Bonsai geht evt. ein).
- Überwässerung (Pflanze verdunstet weniger Wasser und die Wurzeln können faulen).
- Blattschnitt erfolgt zu spät (kein Neuaustrieb in diesem Jahr).
- Blätter werden halbiert aber später nicht entfernt (Neuaustrieb bleibt wahrscheinlich aus).

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Gewinnung neuer Pflanzen (Abmoosen)    ^  


- Als Abmoosen wird eine Technik bezeichnet, bei der von einer bestehenden Mutterpflanze neue Pflanzen gewonnen werden.
- Dabei findet die Bewurzelung der Tochterpflanzen an der Stammpflanze statt. Erst nachdem sich Wurzeln gebildet haben
werden beide Pflanzen getrennt. - Es gibt eine ganze Reihe von Situationen, wo sich Abmoosen anbietet: -> Ein Bonsai mit einem hohen Stamm soll gekürzt werden -> Der Wurzelansatz entspricht nicht den Vorstellungen (z.B. ungleichmäßig, einseitig) -> Bauchiger Stamm (Stamm verjüngt sich zum Wurzelansatz hin) Gewinnung eines neuen Bonsai aus dem Ast eines normalen Baumes - Ein zu entfernender Ast kann als Ausgang für einen neuen Bonsai dienen - Obwohl es verschiedene Abmoostechniken gibt, ist die Basis dieser Methode immer die gleiche: -> Unterbrechen des Saftstromes (=der Leitungsbahnen) durch Abschnüren, Entfernen der Rinde, Einschnitt der Rinde
       oder Anbringen einer Abmoosscheibe -> Feuchthalten der Abmoosstelle durch Einpacken in z.B. Moos + Folie über mehrere Monate, manchmal Jahre -> Trennung der Tochter von der Mutterpflanze durch Schnitt unterhalb der neu gebildeten Wurzeln.
Umtopfen    ^  

Wann wird umgetopft ?

- Wenn Nährstoffmangel besteht
- Bei Versalzung des Bodens
- Wenn die Wurzelmasse zu groß für die Schale ist
- Bei Bodenverdichtung
- Bei Sauerstoffmangel im Wurzelbereich
- Wenn Schädlingesich im Boden angesammelt haben


Allgemeine Hinweise:

- Die beste Zeit für das Umtopfen ist für die meisten Pflanzen das zeitige Frühjahr (Ende Februar bis Anfang April).
- Verletzungen der Wurzeln können so schnell ausheilen.
- Jüngere und schnell wachsende Bäume werden aller 1-2 Jahre umgetopft. Bei ausgewachsenen Bonsai (Formbebung ist im
  wesentlichen abgeschlossen) reicht im Normalfall ein 3-5 jähriger Rhythmus.
- Durch !leichtes! Antrocknen des Wurzelballens läßt sich der Baum besser aus der Schale und die Erde besser aus dem
  Wurzelballen entfernen.
- Während des Umtopfens sollten die Wurzeln nie richtig trocken werden.
- Nach dem Umtopfen sollte 2-4 Wochen nicht gedüngt werden (es sind genügend Nährstoffe im neuen Substrat).
- Sparsames Wässern in den Wochen nach dem Umtopfen fördert die Wurzelneubildung. Auf keinen Fall den Baum ertränken.
- Eine leichte Schattierung mildert den Schock während und nach dem Umtopfen. Das Risiko, das der Baum eingeht, wird
  deutlich reduziert.

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Überwintern des Bonsai    ^  

Das Überwintern der Bonsai ist, wie oft in der gängigen Literatur nach zu lesen, eigentlich gar nicht so problematisch wie es gerade
die Bonsai-Anfänger aber auch genügend der Fortgeschrittenen meinen. Alle mir bekannten Formen des Überwinterns haben ihre Vor- und Nachteile. Im Folgenden gebe ich einmal stichwortartig !meine! Erfahrungen wieder, wobei ich folgende Werte zugrunde lege: maximale Minusgrade ( Elbtal, Sachsen ): ca. -12°C selten, kurzzeitig darunter maximale Höchsttemperatur: ca. +10 -> +15°C Niederschlagsmengen: ca. viel Schneehöhe : letztes Jahr ca. 8 - 10 cm. Danach tauts auch schon meist wieder weg. Sonnenlicht: viel zu wenig für Mensch und Tier a) ohne Schale im Beet eingesenkt, abgedeckt mit ca. 3 - 5 cm Gartenerde  Vorteil: Feuchtigkeit die ganze Periode über an allen Stellen des Wurzelballens. Zusätzliches abdecken mit Laub oder ähnlichem unnötig. Nachteil: Bei lockerem Substrat ( und so soll es sein!! ) kommt man um ein erneutes Eintopfen im Frühjahr selten herrum. Auch festere Ballen zerfallen auf Dauer im Beet. Sowas geht natürlich irgendwo ins Geld ( Akadama ist halt gut und teuer ).
Keine Winterarbeiten möglich. b) mit Schale im Beet  Vorteil: Kein neues Eintopfen, Arbeiten die im Winter durchführbar sind, sind machbar, wenn nicht der Boden durchgefrohren ist und aus
diesem Grund den Baum einfach nicht 'hergeben' will! Das sind aber auch die einzigen Vorteile wenn, man den Baum mit der Schale wirklich in die Erde stellt. Nachteil: Durch den in der Regel recht lehmigen Gartenboden verstopfen die Drinagelöcher der Schale, daß Regenwasser läuft nur sehr langsam
oder garnicht mehr ab, es kommt zur Staunässe und dadurch zur Wurzelfäule.
Wenn Feuchtigkeit ( ausgehend davon das der Baum durch Folien vor dem Regen geschützt steht! ) an den Baum kommt,
dann nur von oben. c) mit Schale unter Folientunnel, der Boden ist hart ( Betonplatten/ Holz / Palette )  Vorteil: Kein neues Eintopfen, Arbeiten die im Winter durchführbar sind, sind leicht machbar. Nachteil: Häufigere Kontrolle der Substratfeuchte unerlässlich Wie man einen Folientunnel baut, läßt sich in fast jedem Buch nachlesen. d) ohne Schale im Folientunnel  Das macht, glaube ich eher wenig Sinn???!!! e) mit Schale im Folientunnen abgedeckt mit Rindenmulch  Vorteil: Zusätzlicher Schutz bei klirrendem Frost. Arbeiten die im Winter durchführbar sind, sind leicht machbar. Nachteil: Rindenmulch neigt, wenn er feucht und durch die Folie abgedeckt ist, zum Schimmeln. ( Erfahrungswert! ) f) mit Schale im Gewächshaus ( Kalthaus )  Vorteil: Guter Schutz ( wenn ausreichend Belüftet ), kein neues Eintopfen. Arbeiten die im Winter durchführbar sind, sind leicht machbar. Nachteil: Die Temperatur in unserem(!) Gewächshaus steigt bei Sonnenschein locker auf über +20°C an! g) mit Schale in einem dunkeln, kalten Raum ( z.B. Keller )  Vorteil: Guter Schutz, kein neues Eintopfen. Arbeiten die im Winter durchführbar sind, sind leicht machbar. Nachteil: Nicht geignet für Kiefern und andere 'immergrüne' Bäume. h) mit Schale in hellen, kalten Raum  Vorteil: Siehe oben +(!) 'immergrüne', Temperatur sollte aber deutlich unter +5°C liegen ( maximal +8°C bei Bäumen wie Dreispitzahorn /
Acer palmatum Deshojo oder Seigen ) Nachteil: Keine aus meiner Sicht. Eine Sache scheint mir an dieser Stelle noch erwähnenswert: Der Winter gehört zum Lebenszyklus einer Pflanze genauso dazu wie die anderen Jahreszeiten auch ( echt 'schlau' gesprochen, was!? ). Das Beste für ein erfolgreiches Überwintern überhaupt ( egal wie ihr es nun auch bevorzugt ) ist ein GESUNDER Baum.
Und um den zu bekommen müßt ihr die übrigen drei Jahreszeiten nutzen! Will meinen, denkt jetzt, bzw. nach dem nächsten Sommer - Beim Düngen daran die Stickstoffgaben rechtzeitig zu reduzieren und den Kaliumanteil zu erhöhen - Den Neuaustrieb nicht mehr allzulange zu beschneiden ( was nachkommt wird ab Oktober bei den meisten Arten nicht mehr allzu hart) - Pilz und Schädlingsbefall zu minimieren usw.! Generell (!) ist bei jeder Art der Überwinterung unerlässlich, die Substratfeuchte ausreichend oft zu kontrollieren.
Die wenigsten Bäume/ Triebe / Äste erfrieren wirklich. Meist ist ein solches Schadensbild auf ein 'Wasserversorgungsproble' während der
Winterzeit zurückzuführen.
Erden und Substrate    ^  

Bonsaierde sollte folgende Anforderungen erfüllen:

- Gute Krümelstruktur
- Ausreichender Humus- und Nährstoffgehalt
- Gute Drainage
- Standfestigkeit für den Bonsai muß gewährleistet sein
- Gute Durchlüftung
- Hohe Pufferkapazität gegen pH-Schwankungen

Werden diese Vorraussetzungen erfüllt, kann sich ein gesundes Bodenleben entwickeln, die Sauerstoffversorgung im Wurzelbereich
ist gewährleistet und die Nährstoffe stehen für die Pflanze in einer geeigneten Form zur Verfügung. Kulturerden und Substrate bestehen in der Hauptsache aus drei Grundelementen: Sand, Ton und Humus. Meist sind auch lehmige Anteile
enthalten. Eine gute Grunderde, die für die meisten Pflanzen geeignet ist, besteht aus Lehm:Humus:Sand im Verhältnis 1:1:1
(Erdgemische werden gewöhnlich als Verhältnis ihrer Bestandteile angegeben. Die Anteile beziehen sich normalerweise auf das Volumen
des Gemisches). Dieses Grundgemisch kann auf die Bedürfnisse der jeweiligen Art angepaßt werden. Ist z.B. eine bessere Drainage erforderlich, wird der
Sandanteil erhöht. Einem höherem Nährstoffbedürfnis kann neben der Düngung auch durch Erhöhung des Humus- oder Lehmgehaltes
Rechnung getragen werden. Bei der Bonsaipflege haben sich einige besondere Erdmischungen bewährt. Besonders Akadama wird häufig eingesetzt. Für Azaleen hat sich Kanuma bewährt. Kiryu wird oft bei Kiefern eingesetzt.
Närstoffe und Düngen    ^  

Zum Wachstum und zur Blüten- bzw. Fruchtbildung benötigen unsere Bonsai, wie andere Pflanzen auch, Nährstoffe.
Die Hauptnährstoffe sind Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium, Schwefel und Magnesium, die Spurenelemente sind Eisen, Mangan, Bor
und andere. Diese Elemente sind normalerweise im Boden vorhanden und werden durch die Wurzeln aufgenommen.
Der dadurch entstehendeVerlust muß regelmäßig durch Düngung ersetzt werden, sonst kommt es zu Mangelerscheinungen. Ziel der Düngung ist es, eine optimale Versorgung der Pflanzen zu gewährleisten. Sowohl der Mangel an Nährstoffen als auch eine
Überdüngung sollte vermieden werden. Beides wirkt sich negativ auf die Gesundheit und das Wachstum der Bonsai aus. Um eine Pflanze optimal zu versorgen, sind deren aktuelle Bedürfnisse zu berücksichtigen. Diese können sehr unterschiedlich sein.
Folgende Punkte beeinflussen den Bedarf an Nährstoffen und sollten vor der Düngung durchdacht werden:
(+) bedeutet höherer, (-) niedriger Bedarf, (0) keine Düngung - Wüchsigkeit (schnellwüchsig (+), langsamwüchsig (-)) - Substanzaufbau (+) oder -erhalt (-) - Wachstumsperioden (+) oder Ruhephasen (-) - Krankheiten (-) - Streßsituationen (-), z.B. während heißer Sommermonate, beim Umtopfen) - Blüte (0). Eine Düngung schadet den Pflanzen nicht, aber sie würden mehr Energie in die Ausbildung neuer Triebe legen und ihre Blüten
  verlieren. - Mehr Pflanzenmaterial in einer Bonsaischale (+), z.B. Waldpflanzung - Art des Bonsai (+ oder - je nach Artbedürfnis) - Menge an Unterwuchs (viel = +) - Bodenart (durchlässige Substrate, z.B. Sandige Erden, Felspflanzungen, Akadama (+))
Die im Fachhandel zu findenden Düngemittel enthalten alle wichtigen Nährstoffe in einem für die meisten Bonsai richtigen Verhältnis.
Sie können organischen oder mineralischen Ursprungs sein und unterscheiden sich oft nur in den Mischungsverhältnissen der einzelnen
Bestandteile. Enthält ein Dünger nur einen Nährstoff, so spricht man
von einem Einzelnährstoffdünger, enthält er mehrere Nährstoffe, so spricht man von einem Mehrnährstoffdünger.       ^
 
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